Nudging oder wie man kluge Entscheidungen anstößt….

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Über unser Entscheidungsverhalten gibt es viel kluge Literatur. Heute wollen wir uns Inspiration bei dem diesjährigen Nobelpreisträger für Wirtschaft holen. Richard Thaler ist Verhaltensökonom und spricht vom Nudging.

Ein Nudge ist eine Methode, das Verhalten von Menschen auf vorhersagbare Weise zu beeinflussen, ohne dabei auf Verbote und Gebote zurückgreifen oder ökonomische Anreize verändern zu müssen.

Wir wissen ferner, dass wir fast grundsätzlich den Aufwand für ein Projekt unterschätzen. Dass der menschliche Entscheidungsprozess alles andere als perfekt ist. Dass wir Menschen häufig einem Trägheitsfaktor unterliegen. Einem Zustand, der z.B. den Status Quo oder eine vorgegebene Option jeder Veränderung vorzieht. – Daher bitte die Macht der Trägheit nicht ­­­unterschätzen und daran denken, dass wir diese Macht der Trägheit aber auch gezielt einsetzen können.

Wir unterscheiden zwischen einem reflektierten oder einem automatisierten Verhalten. In der Regel sind wir beschäftigte Menschen, die versuchen, sich in einer komplexen Welt zurechtzufinden. Dann haben wir nicht die Kapazitäten, über jede unserer Entscheidungen ausgiebig nachzudenken. Also bedienen wir uns erprobter Faustregeln, die uns auch manchmal in die Irre führen können.

Wir wissen, dass wir wirklich etwas lernen oder behalten können, wenn uns etwas daran liegt, wenn wir es „wollen“. Wir kennen den Spruch – wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus. Also was muss getan werden damit wir gut reagieren und die richtige Wahl treffen. Denn entscheiden müssen immer wir und haben damit auch die Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Thaler nennt die Menschen, die den Nudging-Faktor bei „uns“ anwenden – Entscheidungsarchitekten.

Was heißt das jetzt für unser Verhalten? Wie können wir „kluge“ Entscheidungen anstoßen? Wie fördern wir Kreativität oder wie Thaler es ausdrückt: Wie setzen wir einen Nudge (übersetzt: sanftes anstubsen)?

Beispiele für von Thaler genanntes Nudging:

Die werkseitigen Standardeinstellungen der Smartphones, Facebook Accounts, PC-Oberflächen, Fernsehgeräte, etc. haben ein hohes Maß an Komfort. Man muss ja nicht wirklich viel verändern. Die Benutzerfreundlichkeit ist genauso geplant, und wir klicken auf OK und erfreuen uns an der Standardeinstellung. – Also achten wir verschärft auf das Wording im Angebot, oder?

Oder

In einer Cafeteria wird zum Beispiel Obst und Gemüse auf Augenhöhe platziert. Die Folge ist, dass wir dadurch häufiger das gesunde Essen konsumieren als ungesunde Speisen. Die sind zwar vorhanden, aber schlechter platziert. Damit bleibt die Entscheidungsfreiheit gewahrt. – Das gilt allerdings auch für den Kassenbereich der Supermärkte.

Oder

Hier mit einem interessanten Framing-Effekt. Bei einer schweren Erkrankung sagt z.B. ein Arzt: „Von 100 Patienten, die sich der Operation unterziehen, sind 90% nach 5 Jahren noch am Leben.“ Das klingt doch beruhigend, oder? Wie hört es sich an wenn der Arzt sagt, „Von 100 Patienten, die sich der Operation unterziehen, sterben zehn innerhalb von fünf Jahren.“ Für die meisten Menschen ist das eher beängstigend und man wird die Operation lieber vermeiden.

Wenn wir uns jetzt Veränderungsprozesse ansehen spricht vieles dafür, dass wir genau wissen sollten wie wir Nudges einsetzen. Damit maximieren wir den Veränderungserfolg.

Wirobski und Rathje sind Experten für Veränderungen. Wir helfen Ihnen die richtigen Strategien, Anstöße und Nudges zu finden. Jede erforderliche und sinnvolle Veränderung im eigenen Unternehmen vorzunehmen. Und … natürlich Kunden davon zu überzeugen, Ihre Waren und Leistungen mit dem richtigen Anstubser langfristig und nachhaltig zu kaufen.

Denn – nur so kann Veränderung nachhaltig und erfolgreich gelingen

Im persönlichen Gespräch – 1 zu 1

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Im persönlichen Gespräch 1 zu 1 zum Erfolg

Einzel- bzw. Zielführungsgespräche, als Erfolgsmotor

  • Erfolg hat Drei Buchstaben – TUN! – Goethe
  • Es ist nicht genug es zu wissen, man muss es auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.- Goethe
  • Können wir erwarten, dass sich was ändert, wenn wir uns nicht ändern? – allgemeine Weisheit

Start – Strecke – Ziel = Erfolg  

  • Was will ich erreichen (ZIEL FINDEN) – manchmal über den Weg des – was ich gar nicht will – aber grundsätzlich will ich woanders hin.
  • Dann erkenne ich, dass ich auf dem falschen Weg bin – das ist der einfache Teil.
  • Es wird klar, dass ich jetzt etwas verändern sollte/muss – das kann schon überraschen, aber auch richtig Spaß und Freude machen. (WEGE FINDEN)
  • Sodass ich als Nächstes ins Handeln komme, und beginne Dinge zu verändern, um wieder richtig Fahrt aufzunehmen. (ZIEL ERREICHEN – erfolgreich sein)

All das ist kein gerader Weg und es braucht etwas Zeit, es muss passen, es braucht immer wieder Reflexion, verlangt immer wieder neue Entscheidungen zu treffen und zu handeln. Es muss Verantwortung übernommen werden und so ist der Weg das Ziel und führt zum Ziel.

Die Ergebnisses des Gespräches werden schriftlich festgehalten, sodass sich die Aufgaben und Veränderungen nachvollziehbar bleiben.